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Klingenbrunn

Adventssingen 2010

Premiere: St. Nikolaus besucht 18. Adventsingen in Klingenbrunn

Singen, Musizieren und Textbeiträge auf sehr hohem Niveau

Seit Jahren wird Großartiges geboten beim Adventsingen in der Pfarrkirche in Klingenbrunn. Die Textbeiträge waren heuer kurz, prägnant, sorgfältig und inhaltsbezogen auf die Adventszeit abgestimmt. Alle Musikstücke der Instrumentalisten und die Liedvorträge der Sängerinnen und Sänger bewiesen hohes Niveau, doch heuer setzte man noch ein feines „Tüpferl“ drauf. Passend zum 06. Dezember war nun erstmals der heilige Nikolaus erschienen. Die vielen Wunder- und Wohltaten des barmherzigen Bischofs sind vielen bekannt. Eine davon - die Geschichte von der Hungersnot in Myra und wunderbaren Vermehrung des Getreides, um den Hunger der Bevölkerung zu stillen – wurde vom Mesner Hatto Janson eindrucksvoll vorgetragen und seine beeindruckend tiefe Bassstimme verlieh seinem Vortrag eine ganz besondere Note.

Wilfried Wendt, Pfarrgemeinderatsvorsitzender und neuerdings auch Kirchenpfleger in der Pfarrei Klingenbrunn, war für die Einladung der Musikgruppen und den Programmablauf verantwortlich. Kurt Kufner, Leiter des Bläserquintetts Klingenbrunn und des Liederkranzes, stellte zu Beginn alle teilnehmenden Gruppen vor. Pfarrer Johann Pöppel begrüßte dann die so zahlreich erschienenen Zuhörer. In seinen Dank für ihr Kommen schloss er auch alle Sänger und Instrumentalisten ein, die wieder einmal auf ihre Gage verzichteten, damit die Schulden aus der Renovierung des Gotteshauses abgetragen werden können.

Das Adventslied „Zünd´ an das Liacht ...“ erklang als Einstimmung im voll besetzten Kirchenraum harmonisch und wohltuend gesungen vom vierstimmigen Männerchor Klingenbrunn, ehe die Blechbläser Klingenbrunn als Quintett sauber und rein intoniert mit „Eröffnet die Pforten“ wohlklingende Harmonie in die Herzen der Zuhörer trugen. Einen schönen Kontrast dazu setzten die jungen Musikanten, die Klingenbrunner Klöpflmusi: „Besinnliche Weise“. Es folgten die Original Kernbeißer, die Gitarre und das Akkordeon meisterhaft handhaben und ihr zweistimmiger Gesang dazu ist zweifellos eine echte Bereicherung. Sie sangen und spielten „Aber lustig eiskalt ...“, den „Josefiwalzer“ und „Winterfrieden“. Die drei Damen von der Loitzenrieder Stubenmusi beherrschen ihre Saiteninstrumente wirklich gekonnt. Harfe, Gitarre und Zither sind bei ihnen harmonisch abgestimmt und der Vortrag bei allen drei Stücken dynamisch kontrolliert und konzertant wiedergegeben: „Alter Walzer“, „Adventsgruß“ und „Langsamer Walzer“. Dass die Finkenpreisträger, der Zwieselauer Viergesang singen können, bewiesen sie schon mehrmals bei den vergangenen Adventsingen in Klingenbrunn. Heuer glänzten sie mit den Liedern: „Vertraamt und verschlafa“, „Heilige Nacht“ und „Schee staad wird´s im Woid“. Die Familienmusik Wolf, mit den Kindern Margarita, Karolina und Edi, entwickelt immer mehr musikalische Fähigkeiten und nötigt dem Publikum Respekt und Anerkennung ab. Dass sie ihre Instrumente mit Freude erklingen lassen ist schon lange bekannt, aber während der Musikstücke dann noch abwechselnd dreistimmig singen, erfordert besonderes Können und Begabung. Rundfunkreif ihr Singen und Spiel bei: „Ausseer Almgludlat“, „s´Klarinett´l“ und „Z´ Nacht´n spat“.

Die Chöre der Klingenbrunner sind weithin bekannt und der Liedvortrag bringt bei allen Liedern, die sie singen, Gleichklang, Harmonie, Abwechslung und die entsprechende Dynamik. Edmund Ulrich leitet den Kirchenchor und Kurt Kufner den Liederkranz Klingenbrunn. Die Liedauswahl war sehr gut gewählt: „Sing´ ma im Advent“, „Seht, es kommt eine heilige Zeit“, „Das ist die stillste Zeit im Jahr“ (Kirchenchor) und der Liederkranz „Rorate“ und „Engel des Herrn“. Die Chorsolisten Sepp Kufner und Rudi Schiller überzeugten mit ihren reinen, natürlichen Stimmen.

Erfreulich wurde festgestellt, dass auch die jungen Musikanten auf ihren Musikinstrumenten immer besser werden. Das gilt sowohl für die Klingenbrunner Klöpflmusi, mit den drei Mädchen Sophia, Anna und Katharina, wie für die Musizierenden der Akkordeongruppe Klingenbrunn Seppi, Alexander und Philipp. Claudia Wolf und Franz Stockinger sind für die Nachwuchsgruppen verantwortlich. Sie spielten „A staad´s Hackbrettstück´l“, „Der alte Walzer“ (Klöpflmusi) und „Winter im Woid drin“, „Adventsstück´l“, „Dass Gott in unser Dunkel kimmt“. Zum letzten Lied sang Philipp mit heller, glockenreiner Stimme auch den Liedtext, zur anerkennenden Bewunderung aller Zuhörer. Organist Josef Wilhelm hatte die Orgel für seine zwei Vortragsstücke „Noel Angevin“ und „Hirtenmusik“ entsprechend registriert und jeder konnte seinem Sinnieren freien Lauf lassen, was jedem von früher aus der Vorweihnachtszeit in Erinnerung blieb, was jeden als Kind bewegte. Die Blechbläser Klingenbrunn wissen, das ein melodischer Klang nicht unbedingt ein Forte erfordert. Sie bewiesen im sanftem Piano, dass Blasmusik, wenn sie einfühlsam, mit Herz intoniert wird, auch Geborgenheit und Wohlbefinden erwecken kann, was besonders im Schlussstück „Ein Kind wird uns geboren ...“ wohltuend zum Ausdruck kam.

Textbeiträge waren, weil die Musik in den Vordergrund gerückt sein sollte, nur kurz im Programm, aber passend gesetzt. Johann Strasser (Kirchenverwaltung), Heidi Schwarzmann für den KDFB Klingenbrunn und schließlich Pfarrgemeinderatsvorsitzender Wilfried Wendt mit einem kurzen, besinnlichen Schlusswort begleiteten ein großartiges Adventsingen und die Zuhörer dankten mit lang anhaltendem, stehendem Applaus.

„Sieh, es wird der Herr sich nah´n“, das ist der traditionelle Schluss, gesungen von allen, bei jedem Klingenbrunner Adventsingen mit heuer 58 aktiv Mitwirkenden und 168 zahlenden Zuhörern.

Franz Stockinger

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ab 11.03.2013

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